Der Plan sah vor, um 8:15 Uhr morgens zu starten, ungefähr zu der Minute, in der United 175 Boston Logan verließ, und um 9:03 Uhr über dem Flugtrainingszentrum von United zu sein, genau in der Minute, in der jenes Flugzeug den Südturm traf.
Eine Boeing 777 in United-Lackierung, eskortiert von vier F-16 Fighting Falcons der 120th Fighter Squadron der Colorado Air National Guard. Tief, über Denver, zum 25. Jahrestag. Niemand, der beteiligt war, zweifelte an der Absicht. Am Mittwochnachmittag sagte United die Aktion trotzdem ab.
Der Grund ist unbequem und durchaus nachvollziehbar: Die Stadt konnte nicht sicher sein, dass Zuschauer am Boden das Ganze als Hommage lesen würden statt als das, was sich hier gerade noch einmal abspielt.
Kurzinfo
| Was geplant war | Eine United Boeing 777, eskortiert von vier F-16, über Denver am 11. September 2026 |
| Jubiläum | 25 Jahre seit den Anschlägen vom 11. September |
| Geplanter Abflug | 08:15 Uhr vom Denver International Airport |
| Geplanter Überflug | 09:03 Uhr über Uniteds Flugtrainingszentrum, Quebec Street und 35th Avenue, rund 21 Kilometer nördlich des Flughafens |
| Begleiten | Vier F-16 der 120th Fighter Squadron, 140th Wing, Colorado Air National Guard, stationiert auf der Buckley Space Force Base |
| Abgesagt | Mittwochnachmittag, 9. September 2026 |
| Angegebener Grund | Sorge, die Vorführung könnte für einen Notfall gehalten werden; Widerstand aus der Bevölkerung |
| Uniteds Verluste am 11. September | Zwei Flugzeuge: Flug 175 und Flug 93 |
Eine Hommage, gebaut aus dem Zeitplan selbst
Ungewöhnlich am Denver-Plan war nicht der Überflug. Amerikanische Städte erleben Überflüge. Ungewöhnlich war, dass der Flug exakt nach der Uhr des Anschlags choreografiert wurde.
United hat einen besonderen Bezug zu jenem Morgen. Zwei der vier entführten Flugzeuge waren eigene Maschinen: Flug 175, der von Boston abflog und den Südturm traf, und Flug 93, der von Newark abflog und nach dem Kampf der Passagiere in einem Feld in Pennsylvania niederging. Denver ist Uniteds größtes Drehkreuz und Sitz seines Flugtrainingszentrums, dem Gebäude, in dem die Fluggesellschaft ihren Leuten das Fliegen ihrer Flugzeuge beibringt. Den Jahrestag dort zu begehen, vor den Augen der Belegschaft, ist kein PR-Gag. Es ist ein Unternehmen, das seiner eigenen Crews gedenkt.

Uniteds Sprecher Russell Carlton sagte 9NEWS, der Überflug sei gar keine öffentliche Veranstaltung gewesen, sondern Teil privater Gedenkfeiern am Drehkreuz und Trainingszentrum der Airline. Genau diese Unterscheidung erwies sich als das Problem. Eine 777 in niedriger Höhe mit vier Kampfjets an ihrer Seite ist für die drei Millionen Menschen darunter keine private Veranstaltung.
Denver erfuhr davon, statt gefragt zu werden
Die Position der Stadt war unmissverständlich. Ein Sprecher aus dem Büro von Bürgermeister Mike Johnston sagte, Denver sei darüber informiert worden, dass United dies tue, nicht gefragt, ob es das dürfe. Denvers Amt für Katastrophenschutz begann daraufhin auszuarbeiten, wie es rund eine Million Bewohner vorab warnen könnte, vor allem damit die Notruf- und Bürgerdienstnummern 911 und 311 nicht unter Anrufen von Menschen zusammenbrechen, die gerade gesehen hatten, wie ein Großraumflugzeug von Kampfjets über ihren Stadthimmel gejagt wurde.
Rund zwei Stunden nachdem 9NEWS am Mittwoch über diese Vorbereitungen berichtet hatte, schickte United ein Update. Die Gedenkveranstaltung war abgesagt.
Warum eine Jägereskorte heute anders wirkt
Es gibt einen konkreten Grund, warum ausgerechnet diese Formation Gewicht hat, und es ist keine Zimperlichkeit. Am Morgen des 11. September 2001 war das Aufsteigen von Abfangjägern zur Verfolgung von Linienflugzeugen das prägende Bild eines aus den Fugen geratenen amerikanischen Luftraums. Die Eskorte war der Notfall. Zweieinhalb Jahrzehnte später ist ein von bewaffneten Jägern eingerahmtes Verkehrsflugzeug über einer Großstadt immer noch das visuelle Kürzel für eine laufende Entführung.
Luftfahrtbegeisterte hätten die Formation sofort erkannt und genau verstanden, was sie bedeutet. Die meisten Menschen sind keine Luftfahrtbegeisterten. Sie hätten ein großes Flugzeug gesehen, tief, mit Jägern daneben, am Jahrestag — und zum Telefon gegriffen.
Überflüge funktionieren, weil sie überraschen. Genau deshalb durfte dieser hier nicht überraschen.
Häufig gestellte Fragen
Warum hat United Airlines seinen 9/11-Überflug in Denver abgesagt?
Was war der geplante 9/11-Überflug in Denver?
Was geschah am 11. September 2001 um 9:03 Uhr?
Welche Kampfjets sollten die United-777 eskortieren?
Warum begeht United Airlines den 11. September ausgerechnet in Denver?
Quellen: 9NEWS; KDVR/FOX31 Denver; Simple Flying; DVIDS.




The Denver City Government does Not want the residents to remember 9/11, and if the residents do not remember it, it is because the Denver Schools are refusing to teach it! We are doomed to repeat our history if it is not remembered or taught…correctly.