Die Farnborough 2026 ist vorbei, und ausnahmsweise lautet die Schlagzeile nicht etwa „Rekord“. Boeing lag im Wettlauf um die Bestellungen knapp vor Airbus – doch die eigentliche Sensation der Messe war, wie bescheiden dieser Wettlauf letztendlich ausfiel.
Laut Reuters-Zählung erhielt Boeing 173 Bestellungen, Airbus 154, was insgesamt 327 Flugzeuge ergibt. Im Vorfeld der Messe waren optimistische Prognosen von bis zu 800 Bestellungen die Rede. Die endgültige Zahl blieb deutlich darunter.
Kurzinfo
- Ereignis: Internationale Flugschau Farnborough 2026
- Boeing-Bestellungen: 173
- Airbus-Bestellungen: 154
- Gesamtsumme: 327 Flugzeuge
- Größter Einzeldeal: SMBC Aviation Capital, 200 Schmalrumpfflugzeuge gleichmäßig aufgeteilt zwischen den beiden
- Prognosen vor der Show: bis zu 800 Flugzeuge
Eine Show, die ruhig blieb
Das verhaltene Ergebnis war für niemanden überraschend. Da die Auftragsbücher bereits Jahre im Voraus ausgebucht waren, verbrachten beide Hersteller die Woche damit, Liefertermine zu verwalten, anstatt nach spektakulären Abschlüssen zu jagen.
Airbus und Boeing arbeiten beide noch immer an der Abarbeitung rekordhoher Auftragsbestände und kämpfen gleichzeitig mit Lieferkettenengpässen und Produktionsausfällen. In diesem Kontext sagt die ruhige Atmosphäre in Farnborough weniger über die Nachfrage aus als vielmehr darüber, wie viel davon bereits gebucht wurde.

Wer hat was bestellt?
Ein Deal überragte alle anderen: Der Leasinggeber SMBC Aviation Capital bestellte 200 Schmalrumpfflugzeuge, gleichmäßig aufgeteilt auf Boeing und Airbus – mehr als 60 Prozent des gesamten Messevolumens. Darüber hinaus dominierten Leasinggesellschaften und mittelgroße Fluggesellschaften die Woche, während große Aufträge von nationalen Fluggesellschaften ausblieben.
Das Ergebnis: Boeing geht auf dem Papier als Sieger hervor, doch keiner der beiden Flugzeughersteller wird sich an Farnborough 2026 als ein herausragendes Jahr für Bestellungen erinnern.
Quellen: Reuters; Business Traveller; AirInsight; Asian Aviation.




0 Kommentare