Ein Bieterwettstreit um easyJet im Wert von 1,4 Billionen US-Dollar.

von | 11. Juli 2026 | Luftfahrtwelt, Nachricht | 0 Kommentare

Europas bekannteste Billigfluggesellschaft ist zum Gegenstand eines transatlantischen Tauziehens geworden. Am 10. Juli 2026 teilte der Vorstand von easyJet dem Markt mit, dass er Ich habe keine Lust mehr, es zu empfehlen. ein Übernahmeangebot der amerikanischen Investmentfirma Castlelake – weil ein zweiter US-amerikanischer Interessent, Apollo Global Management, gerade ein lukrativeres Angebot vorgelegt hatte.

Apollos Angebot bewertet die Fluggesellschaft easyJet mit rund 5,7 Milliarden Pfund (ca. 7,6 Milliarden Euro) und bietet 7,15 Pfund pro easyJet-Aktie. Damit übertrifft es die 6,90 Pfund pro Aktie, die Castlelake nur wenige Tage zuvor, am 5. Juli, geboten hatte. Innerhalb einer Arbeitswoche hat sich einer der traditionsreichsten Überlebenskünstler der europäischen Luftfahrt zu einem begehrten Objekt entwickelt.

Nichts ist unterschrieben. Beide Ansätze bleiben, um es mit der vorsichtigen Sprache des Londoner Marktes zu sagen, ein Grundsatzübereinstimmung Es besteht keine Gewissheit, dass von einer der beiden Seiten ein verbindliches Angebot folgen wird. Die Richtung ist jedoch eindeutig, und der Vorstand von easyJet hat sich nun dem Höchstbietenden angeschlossen.

Kurzinfo
Ziel: easyJet plc – eine in London börsennotierte Billigfluggesellschaft mit einer Flotte von mehr als 300 Flugzeugen der Airbus A320-Familie.
Apollo-Angebot (10. Juli 2026): 7,15 £ pro Aktie in bar, was easyJet mit rund 5,7 Milliarden £ (~$7,6 Milliarden) bewertet.
Gegenangebot: Castlelake, 6,90 £ pro Aktie, angekündigt am 5. Juli 2026
Haltung des Vorstands: “Ich bin nicht mehr geneigt, Castlelake zu empfehlen; würde Apollo unterstützen, falls ein konkretes Angebot folgt.”
Fristen (britische Übernahmeregeln): Apollo wird bis zum 7. August ein verbindliches Angebot vorlegen; Castlelake bis zum 3. August 2026.
Status: Es handelt sich lediglich um eine Grundsatzvereinbarung – es besteht keine Gewissheit, dass ein verbindliches Angebot unterbreitet wird.

Das Gebot, das den Spielstand veränderte

Fast die ganze letzte Woche hatte Castlelake das Rennen gemacht. Deren Angebot von 6,90 £ pro Aktie hatte der easyJet-Vorstand am 5. Juli grundsätzlich befürwortet. Apollos Intervention veränderte die Lage jedoch über Nacht. Mit 7,15 £ pro Aktie ist Apollos Barangebot deutlich höher, woraufhin der easyJet-Vorstand seine Unterstützung für Castlelakes Angebot zurückzog und sich stattdessen Apollo anschloss.

easyJet Airbus A320-214 in der orangefarbenen Lackierung der Fluggesellschaft
Die orangefarbenen A320 von easyJet gehören zum gewohnten Bild in Gatwick, Luton und an Flughäfen in ganz Europa. Foto: Wikimedia Commons.

Zwei amerikanische Verehrer, eine europäische Ikone

Beide Bieter sind US-amerikanische alternative Investmentgesellschaften: Apollo Global Management, eine der weltweit größten Private-Equity-Gesellschaften, und Castlelake, ein Spezialist mit langjähriger Erfahrung in der Luftfahrtfinanzierung. Dass zwei amerikanische Investoren um eine britisch börsennotierte, paneuropäische Fluggesellschaft konkurrieren, sagt viel über die aktuelle Situation von easyJet aus – ein gewinnbringendes Unternehmen mit vielen Start- und Landerechten, dessen Preis für private Investoren äußerst attraktiv ist.

Warum easyJet einen Kampf wert ist

easyJet wurde 1995 mit zwei geleasten Boeing 737 und einer auf den Rumpf gemalten Telefonnummer gegründet und entwickelte sich zu einer der größten Billigfluggesellschaften Europas. Ihr Erfolg basierte auf begehrten Start- und Landerechten in London Gatwick und Luton sowie einem Streckennetz, das sich von Genf bis Mailand über den gesamten Kontinent erstreckte. Nachdem die Pandemie die Nachfrage auf Kurzstrecken einbrechen ließ, kämpfte sich die Airline zurück in die Gewinnzone – und eine erholte, disziplinierte easyJet ist genau die Art von Unternehmen, die ein Käufer auf dem Weg nach oben unbedingt haben möchte.

“Der Vorstand ist nicht mehr geneigt, den Castlelake-Vorschlag zu empfehlen.”
easyJet-Gruppe — Regulierungsmitteilung vom 10. Juli 2026

Was geschieht als Nächstes?

Der Bieterwettbewerb läuft nun unter Zeitdruck. Gemäß den britischen Übernahmeregeln hat Apollo bis zum 7. August Zeit, sein Angebot in ein verbindliches Angebot umzuwandeln, während Castlelake bis zum 3. August Zeit hat – eine klassische “Alles oder nichts”-Frist, die einen Bieter zwingt, sich entweder zu verpflichten oder vom Kauf zurückzutreten. Castlelake könnte noch mit einem höheren Angebot nachlegen, und easyJet hat ausdrücklich betont, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Gewissheit besteht, ob überhaupt ein verbindliches Angebot abgegeben wird. Vorerst steht die europäische Fluggesellschaft mit dem orangenen Logo zur Versteigerung, und die Gebote steigen weiter.

Quellen: easyJet Group (10. Juli 2026); RTÉ Business; Aviation Week; ch-aviation; UPI. Die Zahlen spiegeln ein mögliches Angebot wider, nicht eine abgeschlossene Transaktion.

Verwandte Fragen

Wer versucht, easyJet zu kaufen?

Zwei amerikanische Investmentfirmen konkurrieren um den Kauf von easyJet: Apollo Global Management und Castlelake. Am 10. Juli 2026 teilte der Vorstand von easyJet mit, dass er Castlelakes Angebot nicht mehr empfehlen werde, nachdem Apollo ein höheres Angebot von 7,15 £ pro Aktie in bar vorgelegt hatte. Damit überbot Apollo Castlelakes Angebot von 6,90 £ pro Aktie vom 5. Juli 2026.

Wie viel ist easyJet im Übernahmekampf 2026 wert?

Apollo Global Management bewertet easyJet mit rund 5,7 Milliarden Pfund (ca. 7,6 Milliarden Pfund) auf Basis eines Barangebots von 7,15 Pfund pro easyJet-Aktie. Damit übertrifft das Angebot des Konkurrenten Castlelake von 6,90 Pfund pro Aktie das vorherige Angebot. Beide Angebote sind jedoch noch unverbindlich und stellen keine verbindlichen Angebote dar, sodass sich der endgültige Preis noch ändern kann.

Wer sind Apollo Global Management und Castlelake?

Beide sind in den USA ansässige alternative Investmenthäuser. Apollo Global Management zählt zu den weltweit größten Private-Equity-Gesellschaften, während Castlelake ein spezialisierter Investor mit langjähriger Erfahrung in der Luftfahrtfinanzierung ist. Im Juli 2026 traten die beiden Unternehmen als konkurrierende Bieter für easyJet an, die in London börsennotierte Billigfluggesellschaft, deren orangefarbene A320-Maschinen zum festen Bestandteil des Stadtbildes gehören. London Gatwick und Flughäfen in ganz Europa.

Was ist eine „Verhandlungsfrist“ bei Übernahmen in Großbritannien?

Nach den britischen Übernahmeregeln muss ein Bieter, der ein Angebot abgegeben hat, entweder bis zu einer festgelegten Frist ein verbindliches Angebot unterbreiten oder vom Bieterverfahren zurücktreten. Im Fall easyJet hat Apollo bis zum 7. August 2026 Zeit, sein Angebot in ein verbindliches umzuwandeln, während Castlelake eine Frist bis zum 3. August 2026 hat.

Wie viele Flugzeuge betreibt easyJet?

easyJet betreibt eine Flotte von über 300 Flugzeugen der Airbus A320-Familie und ist damit eine der größten Billigfluggesellschaften Europas. Das Streckennetz der Airline erstreckt sich über den gesamten Kontinent und umfasst Basen wie London Gatwick, Luton, Genf und Mailand. Die A320-Familie bildet das Herzstück der Flotte und ist zentral für den anhaltenden Erfolg. Boeing-Airbus-Lieferwettlauf.

Wann wurde easyJet gegründet?

easyJet wurde 1995 gegründet und begann mit zwei geleasten Boeing 737, deren Telefonnummer auf dem Rumpf prangte. Das Unternehmen entwickelte sich zu einer der größten Billigfluggesellschaften Europas, die sich die begehrten Start- und Landerechte in London Gatwick und Luton zunutze machte, und kehrte nach dem Einbruch der Kurzstreckennachfrage durch die Pandemie wieder in die Gewinnzone zurück.

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