Kurzinfo
| Nationalität | Französisch 🇫🇷 |
| Luftsiege | 15 (6 offiziell bestätigt) |
| Geflogene Flugzeuge | Blériot XI, Morane-Saulnier N |
| Kriege | Erster Weltkrieg |
| Geboren / Gestorben | 13. Juni 1889 – 31. August 1915 (Alter 26) |
| Einheit | MS26, MS49 |
Bevor es Fliegerasse gab, gab es Adolphe Pégoud – den Mann, der der Welt bewies, dass ein Flugzeug auch kopfüber fliegen und die Geschichte unbeschadet überstehen kann. Während die meisten Piloten 1913 noch nervös beide Tragflächen waagerecht hielten, machte dieser wagemutige Franzose den Himmel selbst zu einem Spielplatz.
Der Stuntman, der zum Krieger wurde
Adolphe Pégoud, geboren 1889 in Montferrat, Frankreich, kam mit dem Instinkt eines Akrobaten und dem Mut eines Spielers zur Fliegerei. Er lernte 1913 fliegen und brachte schon nach wenigen Monaten sein Blériot-Eindeckerflugzeug in Gefilde, die kein vernünftiger Pilot je betreten hatte. Am 1. September 1913 gelang ihm als erstem Piloten vor einer staunenden Menge ein Looping – ein vollständiger vertikaler Kreis in der Luft. Die Zeitungen nannten es unmöglich. Pégoud nannte es Dienstag.
Er war auch einer der Ersten, der einen absichtlichen Fallschirmsprung aus einem Flugzeug wagte. Er sprang aus seinem Flugzeug, um es abstürzen zu lassen, während er selbst sicher zu Boden schwebte – nur um zu beweisen, dass es möglich war. Seine Kunstflugvorführungen zogen in ganz Europa ein riesiges Publikum an, und andere Piloten beeilten sich, seine Tricks zu lernen. Looping, Rückenflug, Seitwärtsgleiten – Pégoud erfand das gesamte Repertoire der Luftakrobatik.
Vom Showman zum Jagdflieger-Ass
Als im August 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, tauschte Pégoud seinen Schaustellerschal gegen die Fliegerbrille. Seine Kunstflugkünste kamen ihm im Kampf sofort zugute – er konnte sein Flugzeug so manövrieren, dass die feindlichen Piloten fassungslos und hilflos zurückblieben. Schnell erzielte er bestätigte Luftsiege und wurde einer der ersten Piloten, der jemals offiziell als Kampfpilot anerkannt wurde. Fliegerass — ein Pilot mit fünf oder mehr bestätigten Luftabschüssen.
Französische Zeitungen feierten ihn als Nationalhelden. Die Massen verehrten ihn. Die deutschen Piloten, gegen die er kämpfte, respektierten ihn – einige sollen ihn sogar bewundert haben. Er war in jeder Hinsicht der erste Superstar des Luftkampfes.
Ein Heldenende
Am 31. August 1915 – fast genau zwei Jahre nach seinem historischen Looping – wurde Adolphe Pégoud in der Nähe von Petit-Croix im Elsass abgeschossen und getötet. Er war erst 26 Jahre alt. Ironischerweise war der deutsche Pilot, der ihn tötete, Unteroffizier Kandulski, einst einer von Pégouds bewundernden Schülern bei einer Flugschau gewesen.
Deutsche Flieger, die ihn kannten, warfen ihm zu Ehren einen Kranz über den französischen Linien ab – eine seltene Ehrung eines Feindes und ein Zeichen dafür, welch großen Schatten dieser kleine, furchtlose Mann auf die Entstehung der militärischen Luftfahrt geworfen hatte.
Warum Pégoud wichtig ist
Adolphe Pégoud ist nicht einfach nur geflogen – er hat den Begriff „Flug“ neu definiert. War. Jeder Kampfpilot, der je einen Looping geflogen ist, jeder Kunstflugmeister, der je einen Wettbewerbsparcours absolviert hat, jeder Jetpilot, der die Grenzen des Machbaren auslotet, verdankt diesem rastlosen, genialen Franzosen etwas. Er bewies, dass das Flugzeug keine zerbrechliche, unsichere Maschine ist, sondern eine Ausdruckswaffe – fähig, selbst die Schwerkraft zu überwinden.
Er war der erste Jagdflieger. Er war der erste Kunstflieger. Und auch über ein Jahrhundert später zählt er noch immer zu den einflussreichsten Piloten aller Zeiten.
Das Flugzeug ist eine Sportwaffe, aber morgen wird es eine Kriegswaffe sein.
Adolphe Pégoud, 1913
Ansehen: Adolphe Pégoud-Dokumentation
Verwandte Fragen
Wer war Adolphe Pégoud?
Adolphe Pégoud (1889–1915) war ein französischer Flieger und Pilot im Ersten Weltkrieg und gilt als einer der ersten Kunstflugpiloten der Welt. 1913 führte er einen der ersten durchgehenden Loopings und einen der ersten absichtlichen Fallschirmsprünge aus einem Flugzeug durch und wurde anschließend zu einem der ersten Jagdfliegerasse, bevor er 1915 fiel.
Wer hat den ersten Looping mit einem Flugzeug geflogen?
Am 1. September 1913 gelang Adolphe Pégoud als einem der ersten Piloten vor einem staunenden Publikum ein Looping, ein vollständiger vertikaler Kreis, in seinem Blériot-Eindecker. Er leistete auch Pionierarbeit im Rückenflug und im Seitengleitflug und legte damit den Grundstein für die Kunstflugkunst.
Was ist ein Fliegerass?
Ein Fliegerass ist ein Pilot mit fünf oder mehr bestätigten Luftsiegen. Pégoud war einer der ersten Flieger, der diese Marke im Ersten Weltkrieg erreichte und wurde damit zu einem frühen Superstar des Luftkampfes, wie in unserem Bericht geschildert wird. Serie über die größten Fliegerasse.
Woran starb Adolphe Pégoud?
Pégoud wurde am 31. August 1915 in der Nähe von Petit-Croix im Elsass im Alter von 26 Jahren abgeschossen und getötet. Ironischerweise soll der deutsche Flieger, der ihn abgeschossen hatte, einst sein bewundernder Schüler gewesen sein, und deutsche Flieger warfen zum Gedenken einen Kranz über den französischen Linien ab.
In welcher Verbindung steht Pégoud zu anderen frühen Assen?
Pégoud bewies, dass Flugzeuge kämpfen konnten; es war Deutschlands Oswald Boelcke der später die Regeln des Luftkampfes kodifizierte, und Manfred von Richthofen, der sein berühmtester Anwender wurde.



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