Es war passend, dass dieses Versprechen in Paris gegeben wurde. Am 14. Juli – dem französischen Nationalfeiertag – stand Präsident Emmanuel Macron neben Wolodymyr Selenskyj beim Abschluss des Gipfeltreffens der “Koalition der Willigen” und verkündete, dass die Ukraine einem Plan zur Übernahme von 16 US-Dollar zugestimmt habe. Rafale Kampfflugzeuge, zusammen mit den dazugehörigen Raketen und Radargeräten. Für Kiew ist dies der erste wichtige Schritt hin zum Betrieb der leistungsfähigsten Kampfflugzeuge Frankreichs.
Die Rafale – Dassault omnirole Der Kampfjet wäre eine deutliche Verbesserung gegenüber den wenigen Mirage 2000-5F-Jets, die Frankreich bereits an die Ukraine geliefert hat. Doch die Ankündigung ist ebenso sehr ein Bekenntnis zur europäischen Entschlossenheit wie ein Waffengeschäft, und das Kleingedruckte ist wichtiger als die reinen Zahlen.
Kurzinfo
| Angekündigt | 14. Juli 2026, Paris (Gipfeltreffen der Koalition der Willigen) |
| Der Deal | 16 Dassault Rafale-Kampfflugzeuge plus Begleitwaffen |
| Rahmen | Absichtserklärung vom November 2025 – bis zu 100 Jets über 10 Jahre |
| Erste Lieferungen | Voraussichtlich 2028–2029; Pilotenausbildung beginnt innerhalb weniger Monate |
| Auch einverstanden | SAMP/T NG Luftverteidigung; ukrainische Produktionslizenzen für AASM, Aster 30 und SCALP |
| Bereits im Einsatz | Französische Mirage 2000-5F, die zu Beginn des Krieges ausgeliefert wurde |
Sechzehn Kampfjets – und eine ganze Fabrik voller Raketen
Die 16 Rafale-Kampfjets gehen auf eine im November 2025 von Paris und Kiew unterzeichnete Absichtserklärung zurück, die die Beschaffung von bis zu 100 Flugzeugen im Laufe des nächsten Jahrzehnts vorsah. Die Ankündigung vom Montag machte die erste Tranche dieses Vorhabens zu einem konkreten Plan. Macron erklärte, die ersten Jets könnten 2028 oder 2029 in der Ukraine fliegen, die Pilotenausbildung solle in den kommenden Monaten beginnen.
Im Zusammenhang mit den Kampfflugzeugen einigten sich Macron und Selenskyj auf einen umfassenderen Fahrplan: eine erste Lieferung von SAMP/T NG-Luftverteidigungssystemen und – die wohl weitreichendere Klausel – Lizenzen für die Ukraine zur Produktion französischer Munition im eigenen Land. Dazu gehören der Präzisionsgleitbomben-Bausatz AASM Hammer, der Abfangjäger Aster 30, der die SAMP/T bestückt, und der Marschflugkörper SCALP mit großer Reichweite. Die Eigenproduktion von Waffen würde die Ukraine vor den Lieferengpässen schützen, die die westliche Unterstützung bisher beeinträchtigt haben.
Ein Geschenk, das mit Einschränkungen versehen ist
Selenskyj verbarg seine Dankbarkeit nicht. In einer nach dem Gipfel veröffentlichten Nachricht schrieb er schlicht:
Doch die Begeisterung sollte vor dem Hintergrund nüchtern betrachtet werden. Der Plan ist lediglich eine Zusage, kein unterzeichneter Vertrag, und die Frage, wer die 16 Rafale-Kampfjets – jedes ein teures Flugzeug mit langer Lieferzeit – bezahlen soll, ist weiterhin offen. Das Auftragsbuch von Dassault ist bereits mit Exportkunden von Indien bis Indonesien, Kroatien und Serbien gefüllt, weshalb die Auslieferung frühestens 2028 erfolgen wird. Für ein Land, das sich aktuell in einem Krieg befindet, sind drei Jahre eine lange Zeit.
Warum es immer noch wichtig ist
Trotz dieser Einschränkungen ist die Richtung unverkennbar. Die Ukraine wird in die europäische Rüstungsindustrie integriert – nicht nur als Empfänger von Überschüssen, sondern als künftiger Betreiber französischer Luftstreitkräfte an vorderster Front und zunehmend auch als Koproduzent der von ihr abgefeuerten Raketen. Dies ist eine strategische Wette auf das Überleben der Ukraine und ihren Platz in der langfristigen Sicherheitsarchitektur Europas, die am symbolträchtigsten Tag im französischen Kalender getätigt wurde.
Eine Rafale-Solovorführung der französischen Luft- und Weltraumstreitkräfte – des Mehrzweckkampfflugzeugs, das die Ukraine erwerben soll.
Quellen: Defense News; Kyiv Independent; Ukrinform; Militarnyi; France 24.




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