Zehn Minuten nach dem Start in New York am Unabhängigkeitstag, im Steigflug auf 15.800 Fuß, sah die Besatzung eines NetJets-Businessjets etwas Großes, Silbernes an ihrer Windschutzscheibe vorbeihuschen – nah genug, um es zu melden. Dann war es verschwunden.
Sie meldeten sich per Funk bei der Flugsicherung und gaben an, was sie gesehen hatten: ein großes, silbernes Objekt, kleiner als ein Flugzeug, aber viel größer als die Drohnen, die in den Vorstadtgärten herumschwirren. Niemand am Boden konnte ihnen sagen, was es war. Tage später weiß es immer noch niemand.
| Flugzeug | NetJets Bombardier Global 6500 (Flug NJE426K) |
| Datum | 4. Juli 2026 |
| Route | Westchester County (HPN) → Pereira, Kolumbien |
| Höhe | ~15.800 Fuß, etwa 10 Minuten nach dem Start |
| Ergebnis | Kein Schaden; der Jet flog weiter und später erneut. |
Was die Crew sah
Bei dem Flugzeug handelte es sich um eine Bombardier Global 6500 – das Langstrecken-Flaggschiff von NetJets –, die als Flug NJE426K vom Westchester County Airport nördlich von New York City zum internationalen Flughafen Matecaña in Pereira, Kolumbien, unterwegs war. Laut dem Bericht der Besatzung an die Fluglotsen flog das Objekt beim Steigflug extrem nah vorbei.
Entscheidend ist, dass die Piloten keinen Spielzeug-Quadrocopter beschrieben. Sie beschrieben ein Objekt von realer Größe – kleiner als ein Verkehrsflugzeug, aber weit größer als die Konsumdrohnen, die Piloten bereits Sorgen bereiten. In fast 5.000 Metern Höhe hatte dieses Objekt dort nichts zu suchen.
Ein Kriminalfall mit einem vertrauten Beigeschmack
Lässt man die unheimliche Formulierung beiseite, so ist dies der Albtraum, der sich seit einigen Jahren in der amerikanischen Luftfahrt einschleicht: Feste, unkontrollierte und unidentifizierte Objekte tauchen in Höhen auf, in denen schnelle Jets fliegen. Der dicht besiedelte Luftraum über New York war Schauplatz einer Reihe solcher Vorfälle – wir berichteten bereits über dieses zunehmende Muster. Die Beinahe-Katastrophe, die sich in nahezu völliger Stille abspielt — und jedes Mal stellt sich die gleiche unbequeme Frage: Was passiert, wenn sich das Objekt und das Flugzeug im selben Himmelsabschnitt befinden?
Bislang sind die Faktenlage dünn und die Theorien vielfältig: eine große Drohne, ein Wetter- oder Forschungsballon, Trümmerteile oder etwas ganz Alltägliches, das das Licht einfing. Unbestritten ist jedoch, dass eine professionelle Zweierbesatzung, die einen 1,4-Tonnen-Jet im Wert von 60 Millionen Dollar flog, das Ereignis deutlich genug sah, um Alarm zu schlagen.
Diesmal ist alles in Ordnung.
Die gute Nachricht ist das unspektakuläre Ende: Die Global 6500 blieb unbeschädigt, wurde nach Kolumbien weitergeflogen und ist seitdem im Einsatz. Beunruhigend ist jedoch, dass alles ungeklärt bleibt. Ein Objekt, groß genug, um selbst eine erfahrene Crew zu erschrecken, trieb durch den stark frequentierten Steigflugraum über einer der am dichtesten besiedelten Metropolregionen der Welt – und verschwand spurlos. Solange niemand sagen kann, was es war, ist dies ein weiterer Grund, warum sich der Himmel über New York etwas unsicherer anfühlt als früher.
Quellen: Simple Flying; Travel And Tour World; Flightradar24.
Verwandte Fragen
Was sah die NetJets-Crew über New York?
Am 4. Juli 2026 meldete die Besatzung einer Bombardier Global 6500 der NetJets etwa zehn Minuten nach dem Start in New York ein großes, silbernes Objekt, das in einer Höhe von rund 15.800 Fuß (ca. 4.800 Meter) an ihrer Windschutzscheibe vorbeiflog. Sie beschrieben es als kleiner als ein Flugzeug, aber deutlich größer als eine handelsübliche Drohne. Tage später war es immer noch nicht identifiziert.
Was ist eine Bombardier Global 6500?
Die Bombardier Global 6500 ist ein Langstrecken-Businessjet und das Flaggschiff von NetJets mit einem Wert von rund 1,4 Billionen US-Dollar. Am 4. Juli 2026 befand sich eine Maschine als Flug NJE426K vom Westchester County Airport nördlich von New York City mit Ziel Pereira, Kolumbien, als die Besatzung kurz nach dem Start ein unbekanntes Objekt in der Nähe ihrer Flugroute meldete.
Sind Drohnen-Beinaheunfälle ein zunehmendes Problem in der Nähe von New York?
Ja. Im stark frequentierten Luftraum von New York kam es in der Vergangenheit zu einer Reihe von Begegnungen zwischen Flugzeugen und unidentifizierten Objekten in Höhen, in denen schnelle Jets fliegen, darunter Zwei separate Drohnen-Beinaheunfälle an New Yorker Flughäfen innerhalb einer Woche. Jeder dieser Vorfälle wirft die gleiche Sorge auf: Was passiert, wenn sich ein Objekt und ein Flugzeug gleichzeitig im selben Himmelsabschnitt befinden?.
Was war das silberne Objekt, das in der Nähe des Privatjets gesehen wurde?
Das Objekt wurde noch nicht offiziell identifiziert. Die NetJets-Crew beschrieb es der Flugsicherung als 'ein großes silbernes Objekt', kleiner als ein Flugzeug, aber deutlich größer als eine handelsübliche Drohne. Die Theorien reichen von einer großen Drohne über einen Wetter- oder Forschungsballon bis hin zu Trümmerteilen, die das Licht reflektieren. Bislang sind die Fakten jedoch spärlich und keine Erklärung bestätigt.
Wurde bei dem Beinaheunfall in New York jemand verletzt?
Nein. Trotz des Schreckmoments kam es weder zu einer Kollision noch zu Schäden. Die Bombardier Global 6500 setzte ihren Flug nach Kolumbien fort und nahm später den Flugbetrieb wieder auf. Die Begegnung verlief glimpflich, reihte sich aber in die wachsende Zahl unkontrollierter Objekte ein, die in den Flughöhen von schnell fliegenden Jets um New York auftauchen.




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